Die weil es unmüglich was / das auch ain spitzli von aynem buchstaben verloren wurd zu dem gesatz dienstlich / so lang bis es alles volbracht wurd.
Ist not gewesen das aller samen Adams under dem fluch begriffen und verhefftet wurd.
So lang bis der samen kam dem Gott seynen segen hat geben / da er sprach / Er wirt der schlangen ir haupt zerknischen.
In dem selben / die weil Gott dem vater seyn gefallen ganz stund / ist das ganz gesatz und alle prophezeyen erfült worden.
Allain der diener des gesatz / unnd herr desselben / da er dye sund gelitten unnd hingenommen hatt / ist des todes raub worden / unnd darzu desselben strick unnd gefancknuß / zu der zeyt da er inn der hellen gefangen ward / die er da hatt zerrissen.
Inn im müssen auch alle ding wie sye erstlich erschaffen / nach dem gaist anderwerb beschaffen werden.
Darzu thut die new creatur nicht mer zu ir anderwerben beschaffung / dann die alt irem schöpfer hierinnen furdernuß unnd hilffhadt bewisen.
Ain alter mensch mag kains wegs in den leyb seyner muter wider gen / also das er anderwerb geboren werd / sonder wirt gantz ainn newes herz unnd ain newer mensch nach Gotes bildung geboren / nach der gerechtigkayt / hayligung und warhayt.
Wann das new herz glaubig wirt / unnd dadurch rechtfertig / zweifelt auch nicht daran das es warlich dye macht hab empfangen Gottes sun zu werden / so es glaubt in den namen Christi.
Ich nimb aber den glauben nit darfür an dz er sey der dot buchstab / so des newen und alten gesatzes inhalt erzelet.
Auch wirstu darumb kain Christen mensch / ob du schon all solich artickel des glaubens / in der geschrifft kanst / sambt allem dem das darauß volget.
Dann die bösen gaist glaubend auch also / und erzittern / wann sye wissen das Christus geboren ist / gekreuzigt / und gestorgen
Ja auch das er erstanden ist / und die lebendigen sambt den doten wirt urtaylen.
Ich sag aber dz der glaub die gewissist zeugniß sei des gaystes Christi / der unserem gaist zeugnuß gibt dz wir seynd kinder Gottes.
So wir nichts wenigers haben dann der sun / den wir durch den glauben bey uns wonend haben in unsern herzen.
Des gerechtigkait ist nun unser / unnd der loblich sig den er von dem tod und der hellen hat getragen / ist auch unser / und seyn ganzes erb gehört auch uns zu.
Also das der vater nichts hab / on den sun / und der erb nichts sonders on seine miterben / die er brüder genant hat / und sich ir nicht beschammet.
In solicher erbschafft nimbst gleich so vil als du glaubst / Ja auch seynd alle ding dem glaubigen müglich.
Darzu verdienstu kain genaid / die weil du in dem zorn Gottes geboren bist / und auch nit ewige glori / die weil du ietz newlich ain sun bist worden und rechter erb.
Dann wa etwas auß dem verdienen kombt / da ist guttat und genad kain genad / unnd ist Christus nicht voll der genaden unnd warhayt.